{"id":30014,"date":"2026-08-06T22:58:55","date_gmt":"2026-08-06T22:58:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rundfunkserver.com\/wp\/2026\/08\/06\/deutsche-futtermittelwirtschaft-macht-soja-lieferketten-sichtbar-dvt-veroeffentlicht-ersten-sachstandsbericht-zu-soja\/"},"modified":"2026-08-06T22:58:55","modified_gmt":"2026-08-06T22:58:55","slug":"deutsche-futtermittelwirtschaft-macht-soja-lieferketten-sichtbar-dvt-veroeffentlicht-ersten-sachstandsbericht-zu-soja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rundfunkserver.com\/wp\/2026\/08\/06\/deutsche-futtermittelwirtschaft-macht-soja-lieferketten-sichtbar-dvt-veroeffentlicht-ersten-sachstandsbericht-zu-soja\/","title":{"rendered":"Deutsche Futtermittelwirtschaft macht Soja-Lieferketten sichtbar \/ DVT ver\u00f6ffentlicht ersten Sachstandsbericht zu Soja"},"content":{"rendered":"<p>Bonn (ots) &#8211; <\/p>\n<p>Die deutsche Futtermittelwirtschaft hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der nachhaltigen Beschaffung des Rohstoffs Soja erzielt. Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) fasst diese Entwicklung erstmals in seinem Soja-Sachstandsbericht zusammen. Der Bericht dokumentiert, wie die deutsche Futtermittelindustrie \u00f6kologische Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit und gesellschaftliche Erwartungen als Prinzipien der Nachhaltigkeit in einem dauerhaften Prozess miteinander verbindet. Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des DVT, erl\u00e4utert: &#8222;Soja ist aufgrund seiner Eigenschaften ein zentraler Baustein in der F\u00fctterung von Schweinen, Gefl\u00fcgel und Rindern. Ein Beispiel ist der nachweisliche Bezug von Soja aus entwaldungsfreien Regionen.&#8220; <\/p>\n<p>Der Bericht macht deutlich, dass der \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck von Soja weniger von seinem Herkunftsland als vielmehr von den jeweiligen Produktionsbedingungen, Lieferketten und Landnutzungshistorien abh\u00e4ngt. Moderne, r\u00e4umlich differenzierte Ans\u00e4tze erm\u00f6glichen heute eine pr\u00e4zisere Bewertung als pauschale Durchschnittswerte. Neben der Erl\u00e4uterung der generellen Handelskettenmodelle zur R\u00fcckverfolgung der Lieferstr\u00f6me gibt der DVT auch einen Ausblick auf m\u00f6gliche Weiterentwicklungen, um die Anforderungen mit den Realit\u00e4ten globaler Rohstoffm\u00e4rkte in Einklang zu bringen. <\/p>\n<p>Von der Zertifikatslogik zur Warenverfolgung<\/p>\n<p>Nachhaltig, entwaldungsfrei erzeugte Sojaprodukte sind heute fest in den Lieferketten der deutschen Mischfutterhersteller verankert. Bei den DVT-Mitgliedern gewannen gem\u00e4\u00df der Umfrage zum Jahr 2025 die Handelskettenmodelle, mit denen die Transparenz und R\u00fcckverfolgbarkeit der Lieferketten m\u00f6glich ist, in den vergangenen Jahren an Bedeutung. <\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung des verpflichtenden Zusatzmoduls QS SojaPlus hat dazu beigetragen, dass Marktteilnehmer bewusster wahrnehmen, woher Soja stammt und \u00fcber welche Handelskettenmodelle dies abgesichert wird. Baaken: &#8222;Die Anforderungen an dokumentierte Herkunftsnachweise, Nachhaltigkeitskriterien und transparente Warenstr\u00f6me haben die praktische Besch\u00e4ftigung mit unterschiedlichen Chain-of-Custody-Modellen sp\u00fcrbar intensiviert. Konnten 2023 vor Einf\u00fchrung des Zusatzmoduls nur 35 Prozent aller Teilnehmer eine Angabe zu den verwendeten Modellen machen, so waren es 2024 und 2025 bereits 88 Prozent&#8220;. <\/p>\n<p>Die Nutzung der Handelskettenmodelle variiert je nach Herkunft und Produktsegment. Dies steht insbesondere im Zusammenhang mit der Verf\u00fcgbarkeit entsprechender Warenstr\u00f6me, der Infrastruktur entlang der Lieferkette sowie den jeweiligen Marktanforderungen. &#8222;Grunds\u00e4tzlich gibt es immer Zielkonflikte zwischen Marktwirkung, Kosten, R\u00fcckverfolgbarkeit und tats\u00e4chlicher Nachhaltigkeitswirkung. Eine ausschlie\u00dfliche Fokussierung auf eines der Lieferkettenmodelle greift zu kurz&#8220;, so Baaken. &#8222;Weitere Analysen in der Futtermittelindustrie ergaben, dass heute bereits rund 90 Prozent des eingesetzten Sojaschrots in Deutschland &#8211; egal aus welcher Region der Welt es kommt &#8211; aus entwaldungsfreien Gebieten gem\u00e4\u00df der in der EUDR-Verordnung festgelegten Frist stammt.&#8220; <\/p>\n<p>Blick nach vorn<\/p>\n<p>Die Anforderungen an nachhaltige Futtermittel und transparente Lieferketten steigen in den kommenden Jahren weiter. Nationale und europ\u00e4ische Regelungen, steigende Erwartungen des Handels sowie ein wachsendes gesellschaftliches Bewusstsein f\u00fcr Klima- und Ressourcenschutz treiben die Weiterentwicklung nachhaltiger Rohstoffstrategien voran. <\/p>\n<p>Dr. Hermann-Josef Baaken res\u00fcmiert: &#8222;Die Branche hat langfristig f\u00fcr die Rohstoffbeschaffung mit eigenen Leitlinien und der Zusammenarbeit mit den Beteiligten in der Wertsch\u00f6pfungskette wichtige Grundlagen geschaffen, um den Einsatz nachhaltig erzeugter Eiwei\u00dffuttermittel kontinuierlich auszubauen. Sie tragen dazu bei, einheitliche und akzeptierte Anforderungen zu etablieren, Transparenz in Lieferketten zu st\u00e4rken sowie praktikable L\u00f6sungen f\u00fcr die Futtermittelwirtschaft umzusetzen und sind eine wichtige Grundlage f\u00fcr die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Nutztierf\u00fctterung und die Nachhaltigkeitsberichterstattung.&#8220; <\/p>\n<p>Zahlen und Fakten<\/p>\n<p>Nach aktuellen Daten der Bundesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung (BLE) decken heimische Futtermittel rund 88 Prozent des Rohproteinbedarfs f\u00fcr die Tierern\u00e4hrung, die restlichen zw\u00f6lf Prozent stammen vor allem aus proteinreichen Rohstoffen wie Soja. Die Sojabohne ist wegen ihres \u00d6lgehaltes (rund 20 Prozent) und hohen Proteingehaltes des Schrots f\u00fcr die Human- und Tierern\u00e4hrung gleicherma\u00dfen wertvoll. Das Sojaschrot hat je nach Herkunft einen Eiwei\u00dfgehalt von 43 bis 49 Prozent. Im Wirtschaftsjahr 2024\/25 stammten laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) beim Import nach Deutschland von den insgesamt 2,4 Mio. Tonnen Sojabohnen 1,7 Mio. Tonnen aus den USA und 0,2 Mio. Tonnen aus der Ukraine. Dar\u00fcber hinaus wurden insgesamt 1,6 Mio. Tonnen Sojaschrot in Deutschland importiert, davon entfielen 1,2 Mio. Tonnen auf S\u00fcdamerika und 0,3 Mio. Tonnen auf Indien. <\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p>Der Soja-Sachstandsbericht steht ab sofort auf der DVT-Website zum Download bereit: <\/p>\n<p>Futter-Fokus Soja &#8211; Sachstandsbericht 2026 (https:\/\/www.dvtiernahrung.de\/fileadmin\/redaktion\/Publikationen\/DVT-20260804-Sojabericht_komplett.pdf)<\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT)<br \/>\nMark Jungbluth | Pressesprecher<\/p>\n<p>Beueler Bahnhofsplatz 18 | 53225 Bonn<br \/>\nTelefon: +49 228 97568-23 | mobil: +49 178 6387828 |<br \/>\njungbluth@dvtiernahrung.de | www.dvtiernahrung.de<br \/>\n| linkedin.com\/company\/dv-tiernahrung | tinyurl.com\/DVT-Youtube<\/p>\n<p>Original-Content von: Deutscher Verband Tiernahrung e.V. (DVT), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn (ots) &#8211; Die deutsche Futtermittelwirtschaft hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der nachhaltigen Beschaffung des Rohstoffs Soja erzielt. Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) fasst diese Entwicklung erstmals in seinem Soja-Sachstandsbericht zusammen. 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