{"id":29970,"date":"2026-08-06T22:49:57","date_gmt":"2026-08-06T22:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rundfunkserver.com\/wp\/2026\/08\/06\/wz-kommentar-sicherheitslage-drohnenangriff-auf-den-leipziger-flughafen-ignorieren-hilft-nicht\/"},"modified":"2026-08-06T22:49:57","modified_gmt":"2026-08-06T22:49:57","slug":"wz-kommentar-sicherheitslage-drohnenangriff-auf-den-leipziger-flughafen-ignorieren-hilft-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rundfunkserver.com\/wp\/2026\/08\/06\/wz-kommentar-sicherheitslage-drohnenangriff-auf-den-leipziger-flughafen-ignorieren-hilft-nicht\/","title":{"rendered":"WZ-Kommentar\/Sicherheitslage: Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen \/ Ignorieren hilft nicht"},"content":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorf (ots) &#8211; <\/p>\n<p>Von Lothar Leuschen<\/p>\n<p>In Krisenzeiten sind zwei Verhaltensweisen am wenigsten hilfreich. Die eine ist, in Panik zu verfallen. Die andere ist, Gefahr zu ignorieren. In diesem Spannungsfeld befindet sich auch Deutschland, seit Russland die Ukraine angegriffen hat. Es spricht f\u00fcr die Struktur der Gesellschaft und auch f\u00fcr die meisten politischen Akteure, dass trotz h\u00e4ufiger Angriffe auf die digitale Infrastruktur bisher keinerlei Panik ausgebrochen ist. Das galt sogar, als gewiss wurde, dass Putin jetzt auch in Berlin morden l\u00e4sst. Die Antwort aus deutschen Regierungskreisen war diplomatischer Natur &#8211; deutlich, aber so, dass dem Gegen\u00fcber die Chance blieb, den Streit nicht zu eskalieren.<\/p>\n<p>Mit dem Drohnenangriff auf ein Frachtflugzeug in Leipzig ist nun allerdings eine andere Dimension erreicht worden. Wie dramatisch die Bundesregierung die Attacke einsch\u00e4tzt, zeigt schon die Tatsache, dass Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) seinen Urlaub abgebrochen hat. Allein das sollte nun jedem bewusst machen, wie ernst die Sicherheitslage auch in Deutschland geworden ist. Die Bedrohungen sind vielf\u00e4ltig. Sie reichen von Cyber-Attacken \u00fcber fernsteuerte islamistische &#8222;Gotteskrieger&#8220; bis hin zu Drohnenpiloten, die irgendwo vielleicht in St. Petersburg sitzen und an den Hebeln von Fernbedienungen ziehen. Umso erstaunlicher ist die an Ignoranz erinnernde Langmut, mit der die Bev\u00f6lkerung der Gefahr in manchen Kreisen begegnet. Die z\u00e4he Debatte \u00fcber die notwendige R\u00fcckkehr zur Wehrpflicht ist daf\u00fcr ein ebenso beredtes Beispiel wie die Diskussionen \u00fcber Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen gegen islamistische Gef\u00e4hrder. Und in Parteien wie der AfD, der Linken sowie in Teilen der SPD ist die Position gegen\u00fcber Russland unter Putin f\u00fcr Deutschland eher sicherheitsgef\u00e4hrdend. Wehrhaft wirkt sie jedenfalls nicht.<\/p>\n<p>Wer gedacht hat, im 21. Jahrhundert sei die Sorge vor einem neuen gro\u00dfen Krieg vollkommen unbegr\u00fcndet, der wird durch jeden islamistischen Anschlag, jeden Angriff auf die digitale Infrastruktur und jede feindliche Drohne am Himmel \u00fcber Deutschland belehrt. Panik hilft da freilich nicht. Ignoranz aber auch nicht.<\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Westdeutsche Zeitung<br \/>\nNachrichtenredaktion<br \/>\nEllen Schr\u00f6der<br \/>\nTelefon: 0211\/ 8382-2526<br \/>\nellen.schroeder@wz.de<br \/>\nwww.wz.de<\/p>\n<p>Original-Content von: Westdeutsche Zeitung, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorf (ots) &#8211; Von Lothar Leuschen In Krisenzeiten sind zwei Verhaltensweisen am wenigsten hilfreich. Die eine ist, in Panik zu verfallen. Die andere ist, Gefahr zu ignorieren. In diesem Spannungsfeld befindet sich auch Deutschland, seit Russland die Ukraine angegriffen hat. 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